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Häufige Fragen (FAQ)

 

Fragen zur Solawi...

Was ist die Solawi-Augsburg?

Die Solawi-Augsburg steht für eine von Landwirten/Gärtnern und Abnehmern ("Stadtwirten") gemeinsam getragene Landwirtschaft, bei der biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen und deren Fokus auf Transparenz, Mitverantwortung, Selbstbestimmtheit, sich als Teil eines Organismus erleben und nachhaltigem Wirtschaften liegt. Dabei wollen wir die klassische Trennung zwischen „Produzenten“ und „Konsumenten“ aufheben. Anbau, Planung und Vertrieb beraten wir gemeinsam. Die Abnehmer der Lebensmittel helfen freiwillig bei der Ernte mit und sichern den Landwirten eine feste Abnahmemenge zu.

 

Wer sind die Solawis?

Die Mitglieder sind verantwortungsbewusste Menschen, denen eine vielfältige, regionale und saisonale Ernährung mit gesunden Lebensmitteln, vor allem Gemüse, am Herzen liegt. Der/die LandwirtIn und die "Stadtwirte", die durch Ihre Mitgliedschaft zu MitbäuerInnen werden, sorgen gemeinsam dafür, dass dieses Ziel erreicht wird und sich somit die Gemeinschaft nicht von Wettbewerbsdenken und Profitorientierung einnehmen lässt sondern von solidarischer Teilhabe.

 

Welche Ziele hat die Solawi-Augsburg

Zusammengefasst hat die Solawi-Augsburg folgende Ziele:

Hochwertige Qualität des Anbaus, Regionalität und Nachhaltigkeit, garantierte Abnahme der Ernte, Unterstützung auf dem Feld, Förderung der kleinbäuerlichen Strukturen, direkte Begegnungen, marktunabhängiger Austausch, kein Zwischenhandel, Kooperation statt Konkurrenz (weitere Ausführungen s. Auf dieser Homepage unter:"Was wir wollen").

 

Welches Selbstverständnis hat die Solawi-Augsburg

Die Solawi-Augsburg versteht sich unabhängig vom Agrobusiness und auch als eine von staatlichen/städtischen/parteilichen Einflüssen unabhängige Bewegung „von unten“.

 

Wer ist der Träger der Solawi?

Träger sind in erster Linie die Menschen, die die Aktivitäten der Solawi-Augsburg tragen. Der rechtliche Träger der Solidarischen Landwirtschaft Augsburg ist der Weitwinkel e.V. (Ökosozialprojekt). Dieser gemeinnützige Verein hat die Förderung von ökologisch und regional nachhaltiger Lebensweise, von Bildung und solidarischer Kultur, von Jugend- und Migrantenanliegen, von gesellschaftlichen und ökonomischen Reformvorschlägen, und nicht zuletzt von Tier- und Umweltschutz zum Zweck. In diesem Sinne versteht sich der Weitwinkel e.V. neben der Solawi auch als Träger anderer ökologischer und sozialer Projekte (s. auch www.oeko-sozial-projekt.de).

 

Wie kann ich Mitglied bei der Solawi Augsburg werden?

Auf unserer Homepage findest du das Anmeldeformular. Fülle es einfach aus und lass es uns zukommen. Du kannst dich natürlich vorher umfangreich informieren (siehe "Erste Schritte" auf dieser Homepage).

 

Fragen zu Gemüse und Ernte...

Woher kommt das Gemüse bei der Solawi?

Das Gemüse und die anderen Lebensmitteln bei der Solawi-Augsburg stammen ausschließlich von Solawi-Landwirten aus der Region.

 

Ist das Gemüse Bio?

Die Gärtnerei Armin Salzmann und der Hof von Martin Hesch ist bio-zertifiziert. Beide durch Bioland. Der Hof von Jana Linzenkirchner befindet sich in der Umstellung. Sie wirtschaftet aber voller Überzeugung „bio".

 

Welches Gemüse bekomme ich?

Welches saisonal entsprechend der Fruchtfolge wächst. Da die "Stadtwirte" beim Anbau mitbestimmen, versuchen wir, ein vielseitiges Angebot zu unterbreiten. Da unsere Landwirte Gewächshäuser haben, wird es sowohl früh im Jahr-wie spät im Jahr, noch verschiedenes Gemüse und Salate (z.B. Feldsalat) geben. Außerdem wollen wir vermehrt Gemüse einlagern, damit wir auch im Winter vielfältig sein können. Allerdings wird im Winter der Bezug weniger umfangreich sein als im Sommer.

 

Welche anderen Angebote kann ich noch über die Solawi beziehen?

Die momentane Ernteeinheit besteht aus Gemüse und Kartoffeln. Als Zusatzangebote haben wir Honig und Säfte. Weitere Kooperationen sind derzeit noch in Planung, bzw. wir führen Gespräche mit Bauern aus unserer Umgebung.

 

Was ist wenn es mal keine Ernte gibt?

Grundsätzlich ist die Ernte so kalkuliert, dass es das ganze Jahr über etwas gibt. Für den Winter und die Frühjahrsmonate soll Gemüse eingelagert werden, damit auch in den Monaten mit weniger Naturangeboten etwas "im Korb" landet. Die Gemeinschaft trägt niedrige Ernten oder auch Ernteausfälle aber mit, genauso wie sie von guten Ernten profitiert. Der Beitrag bleibt deshalb in jedem Monat unverändert. Auch in den reichen Sommer- und Herbstmonaten, in denen die Kisten voll mit schmackhaften Sachen sein werden. Da jedoch mehrere Landwirte in unserer Solawi mitwirken, können wir leichter Ernteausfälle ausgleichen.

 

Fragen zur Ernteeinheit und ihre Kosten...

Was ist eine Ernteeinheit?

Eine Ernteeinheit ist ein Teil der Lieferung der Landwirte. Sie setzt sich aus dem saisonalen Angebot aus Gemüse zusammen. Deshalb ist die Menge der Gemüseeinheit einmal umfangreicher (Sommer), dann vielleicht auch weniger umfangreich (Winter). Die gelieferte Menge über das Jahr entspricht in etwa dem Preis für Biogemüse im Einzelhandel (mit Abschlag).

 

Was muss ich für eine Ernteeinheit bezahlen?

Das Entgelt für eine Ernteeinheit beträgt monatlich 53,-Euro. Darin ist ein Beitrag von monatlich 8,- Euro für Verwaltungsausgaben, Mieten usw. beinhaltet. Der Betrag für einen Familienanteil macht 93,- Euro aus. Es gibt auch ein Solidarangebot von 25,- Euro. Dieser soll es einkommensschwachen Menschen auch möglich machen unserGemüse zu beziehen. Das Entgelt für alle Varianten kann entsprechend der tatsächlich entstehenden Kosten angepasst werden.

 

Wie lange läuft der Vertrag?

Die Vereinbarung erstreckt sich jeweils auf ein Jahr und verlängert sich automatisch, wenn keine Kündigung erfolgt. Der Bezug der Ernteeinheit ist übertragbar auf andere Personen.

 

Kann ich vorab aussteigen?

Normalerweise nicht. Aber natürlich wollen wir auch niemanden bei uns anketten. Auf jeden Fall muss für deinen Anteil ein Abnehmer gefunden werden. Wenn du z.B. umziehst dann helfen wir dir auch, deinen Anteil abzugeben.

 

Fragen zur Mitarbeit und zum Vertrieb...

Wieviel sollte ich mich persönlich engagieren?

Es gibt keine festgelegten Verpflichtungen für das persönliche Engagement. Doch lebt der Gedanke der Solawi durch die konkreten Unterstützung durch seine Mitglieder. Je nach persönlicher Möglichkeit ist deshalb die Mithilfe auf dem Feld, beim Depotdienst, bei Anlieferungen oder anderen Tätigkeiten (Homepage, Verwaltung) wünschenswert.

 

Wie kann ich als Solawi-Mitglied an den Entscheidungen teilhaben?

Bei der Solawi-Jahresversammlung wird über alle zentralen Frage der Solawi-Entwicklung entschieden. Auf monatlichen Versammlungen des Öko-Sozial-Projekts werden die aktuellen Fragen der Solawi gemeinsam besprochen. Außerdem freut sich der Arbeitskreis Solidarische Ökonomie über jegliche Mitarbeit. Dort werden unter anderem die Veranstaltungen zur Solawi vorbereitet.

 

Muss ich auf dem Feld mitarbeiten?

Jegliche Mitarbeit ist freiwillig. Die Solawi kann jedoch nur auf der Basis ehrenamtlicher Mitarbeit bestehen. Daher wäre es toll, wenn du dich mit deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen könntest. Du kannst auf dem Feld mitarbeiten oder dich auch in andere Aufgaben einbringen wie Depot-Dienste übernehmen, Homepage betreuen usw.

 

Kann ich mal vorbeikommen und mir die Gärtnerei/den Hof anschauen?

In Absprache mit den Landwirten ist es möglich, die Höfe anzuschauen. Außerdem kann ich die Landwirte bei Feldeinsätzen kennenlernen. Eine besonders schöne Gelegenheit des Kennenlernens sind Hoffeste.

 

Wer organisiert den Vertrieb?

Der Vertrieb wird von den Solawi-Mitgliedern ehrenamtlich getragen. Sie übernehmen sowohl den Depot-Dienst als auch die Zustellung zu den dezentralen Vertriebsstellen.

 

Wo kann ich die Nahrungsmittel abholen?

Die Ernteeinheiten und mögliche Zusatzangebote an Nahrungsmittel kann ich an den Depots abholen (s. Anlaufstellen).

 

Wann kann ich meinen Ernteanteil abholen?

Die Lieferung der Landwirte erfolgt an das zentrale Depot am Oberen Graben 9 im Moment jeweils am Montag. Dort können zwischen 18-19.30 Uhr die Ernteeinheiten abgeholt werden. Auch die Abholer der dezentralen Verteilstellen nehmen in dieser Zeit ihre jeweiligen Ernteeinheiten mit. Am zentralen Depot ist nach 19.30 Uhr keine Abholung mehr möglich. Die dezentralen Verteilstellen regeln ihre Abholvereinbarungen selbst.

 

Was mache ich, wenn ich bestimmte Sachen nicht mag?

Wir sind alle sehr kommunikative Menschen und ein solches Problem bekommen wir bestimmt gelöst. Vielleicht mag jemand anderes die Dinge super gerne, die du nicht so gerne magst und umgekehrt. Man kann sie direkt miteinander tauschen. Außerdem möchten wir eine solche Austauschkiste in den Depots aufstellen.